Steinbruchbetriebe in der Gemarkung Heinade
In den Steinbrüchen wurde der Rote Solling-Sandstein von den Betreibern vielseitig genutzt; immer abhängig von der Qualität des Steins. Es wurde der Steinbruch teilweise als Gewerbebetrieb geführt, der Eigenbedarf hatte bei den Betreibern einen unterschiedlich hohen Stellenwert.
Folgende Nutzungsarten sind, in Abhängigkeit von der Steinqualität zu erwähnen:
Dachsteine
Bossenquader für Mauer

Bossenquader für Kellergewölbe

Behangplatten

Gehwegplatten (behauen)

Sonstige Tröge
Stützen für Geräteschuppen

Pfosten für Staketenzaun

Sowie Packlage für Wege und Straßenbau (ohne Bild)
Karte der Steinbrüche (Steinbruchnummern in grün)

Steinbruchbesitzer mit Angabe der OFB Nr. (= Ortsfamilienbuch Heinade)
Steinbruch Nr. 1
Ohrmann, Friedrich; OFB Nr. 4231; Betrieb bis ca. 1930
Ohrmann, Heinrich; OFB Nr. 4234; Betrieb bis ca. 1940
Ohrmann, Friedrich; OFB Nr. 4237; Betrieb bis ca. 1956

von links: Friedrich Ohrmann (OFB Nr. 4237), Aufkäufer, Albert Brakmann
Steinbruch Nr. 2
Karl Niemeyer; OFB Nr. 4108; Betrieb bis ca. 1955, danach bis 1995 in Karlshafen
Hans-Jürgen Niemeyer; OFB Nr. 4110; Weiterführung des Betriebes in Karlshafen
Steinbruch Nr. 3
Adolf Schmalkuche; OFB Nr. 4951; Betrieb bis ca. 1930
Steinbruch Nr. 4
Heinrich Schoppe; OFB Nr. 5270; Betrieb bis ca. 1956 (lieferte u.a. Steine zum Bau der Autobahnen)
Steinbruch Nr. 5
Hermann Specht; OFB Nr. 5788; und Otto Specht; Betrieb bis ca. 1930
Karl Dörjer; OFB Nr. 1063; Betrieb bis ca. 1950, danach Steinbruchbetrieb im Sommerberg, Solling
Gerhard Ziegler; Betrieb bis ca. 1960, danach Steinbruchbetrieb im Sommerberg, Solling
Steinbruch Nr. 6
Hermann Saul; OFB Nr. 4812; Betrieb bis ca. 1930
Steinbruch Nr. 7 (Milchstelle Gemeinde Heinade)
Heinrich Ohrmann; OFB Nr. 4232; Betrieb bis ca. 1930
Steinbruch Nr. 8
Administration Sollinger Landsteinbrüche; Betrieb bis ca. 1930
Steinbruch Nr. 9 (Pilgrim)
Fritz Meyer; Betrieb bis ca. 1930; danach Steinbruchbetrieb im Sommerberg (Solling)
Texte und Fotos: Heinrich-Dieter Ohrmann