Nordwestdeutschland │ Niedersachsen

Klaus A.E. Weber

 

Territorien in Nordwestdeutschland

 

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Niedersachsen um 1580 [2]

 

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Niedersachsen um 1780 [3]

 

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Politische Karte Niedersachsen 1815 [4]

 

Land Niedersachsen - seit 1946

Rechtlich gesehen besteht das Land Niedersachsen seit dem 01. November 1945 – gegründet durch die Verordnung Nr. 55 der britischen Militärregierung (Britisches Kontrollgebiet) vom 08. November 1946, welche rückwirkend zum 01. November 1946 in Kraft trat.

Die ursprünglich souveränen Länder Hannover, Braunschweig und Oldenburg sowie der Landesregierung Schaumburg-Lippe wurden aufgelöst und zu dem neuen Land Niedersachsen vereinigt, dem mit ca. 47.620 km² flächenmäßig zweitgrößten Bundesland in der Bundesrepublik Deutschland.

Eine Woche vor der deutschen Kapitulation wurde am 01. Mai 1945 der Sozialdemokrat Hinrich Wilhelm Kopf (1893-1961), "der rote Welfe", als Regierungspräsident von Hannover eingesetzt (Niedersächsische Ministerpräsidenten).

Die Ernennung von Hinrich Wilhelm Kopf Zum ersten Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen durch den Gebietsbeauftragten der britischen Militärregierung am 23. Novmber 1946 wurde zum offiziellen Gründungstag des Landes.[1]

Seit 1978 war, nach Auflösung des Regierungsbezirks Hildesheim, der ehemals Braunschweiger Landkreis Holzminden der Bezirksregierung Hannover unterstellt gewesen, die schließlich selbst im Zuge einer Verwaltungsreform zum 31. Dezember 2004 aufgelöst wurde, wie auch die anderen Bezirksregierungen Niedersachsens.

Am 23. November 1946 entstand aus dem Zusammenschluss der preußischen Provinz Hannover mit den Reichsländern Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe de facto das heutige Bundesland Niedersachsen mit Einsetzung der ersten niedersächsischen Staatsregierung unter dem Ministerpräsidenten Kopf, nachdem die Verordnung Nr. 55 der britischen Militärregierung hierfür am 01. November 1946 die rechtliche Grundlage geschaffen hatte.

Am 09. Dezember 1946 trat der Niedersächsische Landtag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

Im Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt (S. 477) war am 23. November 1972 das „Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Holzminden“ veröffentlicht worden, wonach gemäß § 5 Abs. 3 die Gemeinden Heinade, Hellental und Merxhausen zu einer Gemeinde Heinade zusammengeschlossen wurden.

Der im Zuge der Gebietsreform 1973/74 neu gestaltete Landkreis Holzminden - mit der Kreisstadt Holzminden als Mittelzentrum - umfasst eine Fläche von 692,38 km², wobei die Waldfäche mit 45,5 % einen überdurchschnittlich hohen Anteil einnimmt, bedingt durch seine Mittelgebirgslage.

Im alten braunschweigischen Land gelegen, gehören seither die ehemals selbständigen Gemeinden Hellental und Merxhausen als Ortsteile zur 9,07 km² umfassenden 1.027 Einwohner (Stand: 23.03.2005) zählenden Gemeinde Heinade im südlichen Bereich der Samtgemeinde Stadtoldendorf, am östlichen Rand des Landkreises Holzminden, unmittelbar an den ehemals hannoverschen Landkreis Northeim und damit an den ehemaligen Regierungsbezirk Braunschweig grenzend.

Der vergleichsweise geringere Anteil der Landwirtschaftsfläche beträgt rund 43 %.

Die Siedlungs- und Verkehrsflächen sind mit 9,1 % deutlich unterdurchschnittlich.

Die Einwohnerdichte des Landkreises betrug im Jahr 2002 etwa 117 Einwohner pro km².

Im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit gehörte der Landkreis Holzminden seit 1992 dem Regionalverband Südniedersachsen an und befindet sich seit dem Jahr 2000 in einer Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland plus mit benachbarten Landkreisen entlang der Weser.

 

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[1] HOFFMANN 2004, S. 70.

[2] LANDTAG NIEDERSACHEN 1996, S. 42, Abb. Karte 1.

[3] LANDTAG NIEDERSACHEN 1996, S. 59, Abb. Karte 2.

[4] LANDTAG NIEDERSACHEN 1996, S. 102, Abb. 76 (Karte 4).