Wiesen der Schorborner Glasmanufaktur im Umfeld von Hellental

Klaus A.E. Weber

 

Kartenausschnitt "Buchholtz Wiese" - "ohnweit dem Hellenthale" um 1767 Forstabteilung III│29 [1]

Im Besitz der Fürstlichen Schorborner Glasmanufaktur

 

Die bei BLOSS [2] zitierte "Buchholtz Wiese" - "ohnweit dem Hellenthale" diente in den Jahren um 1774 dem Glashüttenbetrieb der „Fürstlichen Hohl- und Tafelglashütte am Schorbornsteich“ als landwirtschaftlich genutztes Dauergrünland, auf dem jährlich 6 bis 7 Fuder Heu für den Hüttenbetrieb geerntet wurden.

Zudem beschreibt BLOSS [2] weitere Wiesenflächen im Umfeld des Dorfes Hellental, die ehemals durch die fürstlichen Administratoren der Hüttenverwaltung der Schorborner Glasmanufaktur genutzt wurden:

  • "Eine Wiese zum Hellenthale unter der Schule belegen ... sonst an den Jäger Meyer verpachtet worden."
  • "Eine kleine Wiese daselbst über der Schule ist der Witwe Conrad Meyers als eine Erbenzinswiese für eine jährliche Recognation von 18 g eingethan."

Als später Pächter die fürstlichen Administratoren der Hüttenverwaltung ablösten, wurden nach BLOSS [1] auch "die in Hellental liegenden Wiesen aus der Zeit des Ankaufs der Gundelach'schen Hütte" aus der Pachtbeschreibung herausgenommen.

So wurden auf Vorschlag des Hüttenpächters die in Hellental liegenden Wiesen an "geeignete" Hellentaler Einwohner*innen "zu Erbenzins ausgethan".

 



[1] NStAWb 4 Alt 10 XIV Nr. 2-3.

[2] BLOSS 1950a, S. 16, 22.