Dorfkrüge in Merxhausen

Dr. Klaus A.E. Weber │ Rolf Clauditz

 

Um 1600 vergab der Braunschweiger Herzog Heinrich Julius den Krug in Merxhausen (1598 … 1625) an den Förster Hans Specht.

Bereits aber um 1637 - also inmitten des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) - ließ sich der Dorfkrug jedoch nicht mehr mit Gewinn betreiben. 

Das älteste sachkulturelle Zeugnis eines Dorfkruges in Merxhausen ist die Grabplatte von 1681 des „Wirtes und Gastgebers zu Merxhausen“ Jürgen Specht.

 

Dorfkrug Anton Kropp 1856

"Wir bauten nicht aus Stolz und Pracht, die Gastwirtschaft hat uns dazu gebracht

Anton Kropp und Wilhelmine Kropp geb Strohmeier den 10. April 1856"

 

Der Antrag auf einen zweiten Krug erfolgte am 23. Juli 1850 an die Ortsvorsteher Schoppe und Leo Linnemann:

"Carl Kropp (betreff der Einrichtung und Bequemlichkeit für die Gäste manches zu wünschen übrig lasse / namentliche jüngere Generation behuf ihrer Vergnügungen den dicht vor Merxhausen auf hannoverschem Territorium gelegenen Grenzkrug aufsuchen.

Hierdurch aber werde veranlasst, dass ein großer Teilteuren Geldes ins Ausland gebracht und daselbst verzehret wird…als daselbst eine polizeiliche Aufsicht nicht geführt und bei entstehenden Streitigkeiten oder Schlägereien von ihnen, den Combattanten, nicht eingegriffen werden könne.

Für ihn spreche: Anton Kropp sei ein ordentlicher, rechtschaffender Mann auch eignet sich dessen Hofgebäude gut zu einer Wirtschaft dicht an der Sollingstrasse gelegen. Außerdem besitzt Anton Kropp Vermögen um die Wirtschaft anständig betreiben zu können.“

Im August 1850 erhielt der Kleinköther Anton Kropp die Genehmigung neben dem Krüger Carl Kropp eine zweite Krugwirtschaft in Merxhausen zu betreiben.

Ein separater Tanzsaal bestand bis Ende der 1960er / Anfang der 1970er Jahre.

 

Die Gasthäuser in Merxhausen

  • Anton Kropp betrieb bis zu seinem Tod 2010: „Zur Quelle“
  • Carl Kropp: „Zur Krone“
  • Gustav Schäfer: “Blaulicht Gustav“
  • Karsten Wittenberg: "8oer Türmchen"
  • Café Schoppe (Vater Hermann Schoppe )

 

Heute wird nur noch der "Grenzkrug" bewirtschaftet.