Das Wohnhaus des "Herrn" Gundelach

Klaus A.E. Weber

 

Ein ansehnliches "Meisterhaus" nahe am Glashüttenbetrieb


Phantasiereiche Zeichnung von Dieter Malchow (Hellental) [1]

 

 

Ausschnitt aus einer Bleistiftzeichnung von 1900 [5]

  Timmermannscher Dorfkrug - das Areal des alten Meisterhauses von Jobst Henrich Gundelach

 

In unmittelbarer Nähe zum Werkbereich der standortfesten Glashütte soll Jobst Henrich Gundelach für sich und seine Familie ein ansehnliches, zweigeschossiges Fabrikantenwohnhaus, ein "Herrn Hauß" (Meisterhaus) im Bereich des Grundstückes des heutigen „Landhotel Lönskrug” (Lönsstraße 2) errichtet haben.[3][4]

Nach der Stilllegung des Glashüttenbetriebes wurde das vornehme Gundelach’sche Herrenhaus samt Garten an die Hellentaler Verwalterwitwe A. F. Meyer verkauft.[2]

Das ursprüngliche Meisterhaus wurde wahrscheinlich auf der Fläche zwischen dem Saalanbau des heutigen Landgasthauses und dem erhaltenen Fachwerkhaus Lönsstraße 4 (1836 vom Tabakfabrikanten Georg Timmermann errichtet) erbaut, wie aus einer Gebäudeeintragung im "Grundriß des Dorfes Hellenthal" von 1792 geschlossen werden kann.

Am Meisterhaus dürfte zudem auch ein größerer Garten angelegt worden sein.

 

Zusammenfassung um 1984 [1]

 

 

Text: Dr. Klaus A.E. Weber, Hellental


[1] LESSMANN 1984, S. 24-25.

[2] NStAWb 4 Alt 4 Nr. 214.

[3] STEINACKER 1907, S. 175-178.

[4] BLOSS 1977, S. 115-116; NÄGELER/WEBER 2004; 2005, S. 291-292.

[5] Bleistiftzeichnung von H. Meyer aus Hannover, im September 1900 - im Privatbesitz von Rudolph Timmermann, Hellental.