Wandern in einer historischen Kulturlandschaft

Verbindung von Vielfalt, Eigenart, Schönheit & Erholung

 

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Entdecken Sie im südniedersächsischen Solling das Hellental und seine Umgebung mit einer besonderen Natur, Kultur und Historie - im "Alten Tal der Glasmacher".

In Verbindung mit dem [hmh HISTORISCHEN MUSEUM HELLENTAL erwarten Sie spannende Orte zur regionalen Geschichte.

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Das lang gestreckte, sanft ansteigende, abwechslungsreiche und faszinierende Hellental inmitten des Hochsollings zählt zu den schönsten offenen Wiesentälern im Herzen des schönen Weserberglandes.

Mit einer Steigung von rund 15 % verläuft das Sollingtal von einer zunächst flachen Mulde mit 280 Höhenmetern hinauf bis auf eine Höhe von 350 m.

Das über 38.000 Hektar große Waldgebiet des Sollings wurde flachen Muldeals Waldgebiet des Jahres 2013 ausgezeichnet.

Seine Geschichte und Entwicklung wurde maßgeblich von der vielfältigen Sollingwaldnutzung und deren wechselvollen Geschichte geprägt – vom Mittelalter bis in unsere Zeit des beginnenden 21. Jahrhunderts.

 

Blick auf das Buchholz

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber


Unterwegs im geologisch imposanten Hellental

Das Mittelgebirge Solling besteht größtenteils aus relativ gleichmäßig aufgewölbten Schichten aus Buntsandstein.

Dem hingegen im Hellental auch Muschelkalk hervor.

Im dem die Erdneuzeit einläutenden Tertiär brach in der mächtigen weitgespannten ovalen Sedimenttafel aus Mittlerem Buntsandstein des Solling-Gewölbes der langgesteckte Scheitelgraben - Meinbrexen│Derental│Neuhaus│Silberborn│Hellental│Merxhausen - bei einer tektonischen Anhebung ein.

Im Hellental ist noch heute stellenweise gut erkennbar, dass geologisch jenen mit als Grabenfüllung eingebrochenen, das Buntsandsteingewölbe zuvor flächenhaft bedeckenden triassischen Muschelkalküberlagerungen und tertiären Ablagerungen von der nachfolgenden jungtertiären Verwitterung und Abtragung weitgehend verschont blieben.

Dabei deutlicht die muldenförmig in den umgebenden Mittleren Buntsandstein eingebrochene Grabenfüllung aus Unterem Muschelkalk (Wellenkalk), dass der Grabenbruch noch vor einer vollständigen Abtragung des Muschelkalkes erfolgte und somit das Hellental kein selbstgeschaffenes Tal des noch heute durchfließenden, prägenden Helle-Baches sein kann.

Im Hellental imponieren vornehmlich am Südwesthang noch ausgeprägte Reste des Unteren Muschelkalks mit steilhängigen Muschelkalkböden.

Unterhalb des geografisch im Hochsolling kaum wahrnehmbaren Großen Ahrensberges (525 m), der höchsten Erhebung im Landkreis Holzminden, liegt am Südwesthang eine etwa 1,1 km große, langgestreckte Muschelkalkbank, welche als Muschelkalk-Aufschluss imponiert und zugleich als Sporn ausgeformt ist, etwa 3,2 km vom Dorf Hellental entfernt.

 

Lönsbuche bei Hellental

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Um durch eines der schönstens Wiesentäler im Naturparks Solling-Vogler in der Solling-Vogler-Region (SVR) im Weserbergland zu wandern, können Sie zwei unterschiedliche Routen wählen.

LebensRaumRoute (LRR) WiesentalHellental

Der kleine und gro0e Rundweg führt entlang des Grenzbaches Helle durch sanft hügeliges Grünland und Waldgebiet bis zu den Silberborner Bergwiesen am Naturschutzgebiet Mecklenbruch wandern (LRR Hochmoor).

Spuren der kulturgeschichtlichen Entwicklung des Tales können reichlich entdecken werden.

So gibt es Standorte ehemaliger mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Waldglashütten und Fleuegräben, die sich gut erkennbar durch die östlich gelegenen Wiesenhänge ziehen.

Historische Grenzsteine erinnern an die ehemals braunschweigisch-hannoversch-preußische Grenzlage.

Aus einem Mosaik aus Wiesen und Weiden bestehend ist das Grünlandtal ein wertvoller Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten des Sollings.

 

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Weserbergland-Weg "XW"

Der insgesamt 225 Kilometer lange Weserbergland-Weg "XW" mit 13 Etappen trägt das Siegel "Qualitätsweg" nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes.

Der zertifizierte Qualitätswanderweg ist in regelmäßigem Abstand mit einem gut sichtbaren grün-blauen Routenlogo ("XW") markiert.

 

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Die vorgeschlagene 6. Etappe führt vom Hochsolling mit dem Moorgebiet Mecklenbruch durch das Hellental zu dem gleichnamigen Sollingbergdorf, einstiger Glasmacherort und späteres Landhandwerker- und Waldarbeiterdorf.

Über die spätmittelalterlichen Bauerndörfer Merxhausen und Heinade führt der XW-Wanderweg zum imposanten Holzberg am nördlichen Sollingvorland.

 

© [hmh, Fotos: Klaus A.E. Weber