Der alte Hellentaler Friedhof – „Küster’s Kampe“

Klaus A.E. Weber

 

Die große, vor der Hellentaler Kapelle liegende, plateauähnliche Grünfläche, die mit einer halbrunden im Norden und Osten durchlaufende Buntsandsteinmauer an ein Privatgrundstück angrenzt und heute als kleiner öffentlicher Grünpark genutzt wird, diente noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Friedhof der kleinen Hellentaler Kapellengemeinde.

Wie aus dem "Grundriß des Dorfes Hellenthal" von 1792 hervorgeht, bestand bereits zu diesem Zeitpunkt auf diesem Gelände eine Friedhofsanlage, welche noch heute etwas höher als die angrenzende Grünfläche des Privatgrundstückes zur Sollingstraße liegt.

Es ist zu vermuten, dass die zur Gründung der Glashütte beanspruchte Freifläche - durch die in der Dorfkartierung von 1792 festgehaltenen Grundstücksgrenzen - noch heute weitgehend detailgetreu nachgezeichnet wird.

Nach Erzählungen im Dorf soll auf dem alten Friedhof als letzter Sterbefall die taubstumme Schwester von „Tante“ Emma Teiwes beerdigt worden sein.

Sie sei relativ jung verstorben und ihr Grabstein habe als letzter auf dem alten „Küster’s Kampe“ gestanden.

Nach der Friedhofsnutzung des Areals wurden dort eingezäunt Apfelbäume angepflanzt und geerntet.

Zudem diente das ehemalige Friedhofgelände auch als Gänseweide.

 

 

Text: Dr. Klaus A.E. Weber, Hellental