Naturschutz, Landschaftspflege & Erholung

Klaus A.E. Weber

 

Naturschutzgebiet "Moore und Wälder im Hochsolling, Hellental"

Die intensivste Schutzform für Landschaft, Natur sowie für Arten- und Lebensgemeinschaften sind Naturschutzgebiete.

1995 waren im Landkreis Holzminden 22 Naturschutzgebiete ausgewiesen, u.a. landkreisübergreifend auch im Hellental, wobei für alle Naturschutzgebiete ein Pflege- und Entwicklungsplan zu erstellen ist.

Nach § 1 Abs. 1 Niedersächisches Naturschutzgesetz (NNatG)  sind Natur und Landschaft im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen [1], zu pflegen und zu entwickeln, dass die

  • Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes,

  • Nutzbarkeit der Naturgüter,

  • Pflanzen- und Tierwelt sowie

  • Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft

als Lebensgrundlage des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft nachhaltig gesichert sind.

Somit kommt - auch und gerade für das Hellental mit seinen verschiedenen Grünlandtypen - den Grundsätzen von Naturschutz, Landschaftspflege und auch der Erholung eine hervorgehobene, richtungsweisende wie zukunftsorientierte Bedeutung zu.

Nach § 2 Abs. 1 der Naturschutzgebiets-Verordnung von 1990 zeichnet sich der Südwestteil des Naturschutzgebietes „Hellental“ durch das Vorhandensein von quelligen Feuchtwiesen und feuchten Borstgrasrasen aus.

In südwestlicher Fortsetzung des Naturschutzgebietes Hellental ist mit einer Kernfläche von 63 ha das Naturschutzgebiet Mecklenbruch das größte niedersächsische Hochmoor außerhalb des Harzes und zugleich das größte naturnahe Hochmoor im Solling.

 

Naturschutzgebiet "Moore und Wälder im Hochsolling, Hellental"

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Holzminden plant vorgabengemäß eine Ausweisung des Naturschutzgebietes (NSG) "Moore und Wälder im Hochsolling, Hellental" per Verordnung, wie anlässlich einer Informationsveranstaltung zur Erläuterung der Vorgaben, zu den Verordnungsinhalten und zu dem geplanten Vorgehen am 07. März 2018 im Lönskrug in Hellental behördlich dargelegt wurde.

Die Ausweisung des NSG soll in formaler Hinsicht der Umsetzung europarechtlicher Verpflichtungen dienen.

Durch das gesetzlich vorgeschrieben Ausweisungsverfahren zum NSG komme der Landkreis Holzminden der Verpflichtung zur hoheitlichen Sicherung von Natura 2000-Gebieten gem. § 32 Abs. 2 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nach.

 

 

Text: Dr. Klaus A.E. Weber, Hellental

 


[1] in der Fassung vom 11.04.1994, Nds. GVBl. S. 155, 267, zuletzt geändert durch § 47 des Gesetzes vom 21.03.2002, Nds. GVBl. S. 112.