IMPERIUM ROMANUM │ 8. Jh. v. Chr. - 7. Jh. n. Chr.

Klaus A.E. Weber


Porträtaufnahme von der Statue des ersten römischen Kaisers Augustus von der Via Labicana │ 63 v. Chr. - 14 n. Chr.

Ausstellung LWL-Römermuseum Haltern [3]

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Traditionell wird als Römisches Reich - das Imperium Romanum - als von den Römern, der Stadt Rom rsp. vom römischen Staat beherrschte Gebiet zwischen dem 8. Jahrhundert v. Chr. und dem 7. Jahrhundert n. Chr. bzw. 52 v. Chr. - 476 n. Chr. bezeichnet.

Neben der Romanisierung im Imperium Romanum kommt dem römischen Herrschaftsverständnis, dem Militär, der Kommunikation und dem Handel, der Familie, der religiösen Vielfalt mit der Allgegenwärtigkeit der Götter, die spätantike Christianisierung, wie auch der Medizin (Behandlungsansätze, Pharmazie und Diätetik), der  Wissenschaft, der Astronomie und Technik sowie der Zeitmessung eine außerordlich große historische Bedeutung zu.

 

[4]

 

Das ausgedehnte antike Reich mit seinen vielfältigen Provinzen in weiten Gebiete in Europa, Nordafrika und im Vorderen Orient hinterließen eine vielfältige materielle Kultur.

 

Römische Bronzetafel: Senatus Consultum de Bacchanalibus │ 186 v. Chr.

Kunsthistorisches Museum Wien

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Das Imperium Romanum kann orientierend in vier zeiträumliche Phasen gliedert werden:

  • Römische Königszeit: 753 - 509 v. Chr.
  • Römische Republik: 509 - 27 v. Chr. │ Untergang infolge der Bürgerkriege ab 133 v. Chr.
  • Prinzipat / frühe und hohe Römische Kaiserzeit: 27 v. Chr. bis in die Zeit der Reichskrise des 3. Jahrhunderts (235-284/285)
  • Spätantike: ab 284/285 bis ins 6./7. Jahrhundert

 

Münzen aus einem spätantiken Silberschatz  │ 294 – ca. 345 n. Chr.

Augusta Raurica bei Basel

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Des Kaisers neue Grenze  [1]

Vor rund 1600 Jahren ließ der römische Kaiser Valentinian I. (321-375) die Rhein- und Donaugrenzen massiv ausbauen.

Der Kaiser wollte das Reich so vor den heranstürmenden Völkern des Nordens schützen.


Informationsgebäude zum Harzhorn-Ereignis │ MMXIII │ Mai 2021

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber


Zentrum der Kämpfe zwischen Römern und Germanen 235/236 n. Chr. │ Mai 2021

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Römerzeitliche Funde in der regionalen Nachbarschaft

Das Harzhorn-Ereignis - eine römisch-germanische Konfrontation im 3. Jahrhundert n. Chr.

Die Entdeckung einer relativ nahe gelegenen römisch-germanischen Konfrontation ("Schlachtfeld") 235/236 n. Chr. [2]

  • ֍ Rätsel Römerschlacht

  • ֍ ZDF-History: Roms Rache - Die Schlacht im Harz und ihre Folgen


... aber keine lokalen römerzeitlichen Funde

Bislang sind in der hier betrachteten DORF:REGION zwischen Solling und Holzberg archäologisch keine römerzeitlichen Bodenfunde fassbar.

Ohnehin zählte diese ( nieder-)sächsische Region nicht zu der Romanisierung im Imperium Romanum.

 

______________________________________________________________

[1] Blog-Artikel des Schweizerischen Nationalmuseums vom 23. April 2021 von Katrin Brunner, Historikerin, Chronistin von Niederweningen und freischaffende Journalistin.

[2] PÖPPELMANN/DEPPMEYER/STEINMETZ 2013.

[3] Ausstellungsprojekt: IMPERIUM │ KONFLIKT │ MYTHOS - 2000 Jahre Varusschlacht │ 2000 Jahre Varusschlacht │ LWL-Römermuseum Haltern │ 16. Mai – 11. Oktober 2009.

[4] Karte aus SIEGLIN 1903, S. 28.