550 Jahre Waldglashütten im Hellental

Klaus A.E. Weber

 

 

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Glasstelen-Standort Hellental [22]

Die Arbeitsgemeinschaft Glaslandschaft Solling-Vogler–Hils im Weserbergland

informiert über die regionale Glastradition.

Die Master-Glassteke wurde am 15. Oktober 2020 in Hellental beim Wanderparkplatz errichtet.

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Historische Glasherstellung - rohstoffdeterminiert

Technische und handwerkliche Voraussetzungen

Die europäische Glasherstellung als eine der am höchsten spezialisierten Handwerkstechniken konnte für die Zeit vom 6.-11. Jahrhundert ausschließlich im Kontext "mit Siedlungsanlagen von herausragender religiöser, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Bedeutung" (Pfalzen, Klöstern, frühstädtische Anlagen) nachgewiesen werden.[9] 

"Waldglashütten" [10] wiesen im Hinblick auf ihr Glasherstellungsverfahren eine Kontinuität bis in das 17. und 18. Jahrhundert auf - im Umfeld des Hellentals über rund 550 Jahre.

Von da an veränderten sich die Herstellungs- und Transportbedingungen, die einen dauerhaften, nunmehr ortsfesten Standort entwicken ließen.

Die Siedlungsplätze mittelalterlicher Glasmacherfamilien fielen dabei wüst.

 

Ein bedeutendes und feuergefährliches Spezialgewerbe

Die Glasherstellung spielte eine wichtige Rolle bei der ständigen Konkurrenz um den wichtigsten Rohstoff des Solling, dem Holz.

Der protoindustrielle Wirtschaftszweig der Glasherstellung und Glasverarbeitung benötigte große Mengen an Holz für den Betrieb, wodurch er in einer Holz- bzw. Energiekonkurrenz zu anderen "Unternehmen" stand, wie Bergbau, Köhlerei, Eisenverarbeitung und Salzsiederei.

„Glashütten am Solling“ sollen erstmals Ende des 14. Jahrhunderts (1397/1398) in schriftlicher Überlieferung erwähnt worden sein.[4]

Es ist aber nicht untypisch, dass für die mittelalterlichen Glashütten im Hellental keine schriftlichen Überlieferungen (archivalische Quellenlage) und zudem nur eher spärliche archäologische Befunde und Funde (Lesefunde) bestehen.[5]

Insbesondere ist zur historischen Herstellungswirklichkeit (Betriebsgröße, Produktionsorganisation, Arbeitsbedingungen usw.), zur Produktionspalette (Hohl- und Flachgläser) und zur Arbeits-, Wohn- und Lebenskultur der Glashütten nur recht wenig, wenn überhaupt, überliefert.

Eine regionale Besonderheit auch des Sollings ist nach STEPHAN das eng nebeneinander benachbarte Auftreten bedeutender, „aufblühender Zentren der Töpferei und der Glasmacherei“ im Spätmittelalter.[6]

Trotz frühzeitlich nicht unüblichen, von außen angestoßenen, kolonisatorischen Aspekten für Glashüttengründungen gab es im Hellental zwar eine sukzessive Landerschließung, hingegen aber keine dauerhafte Besiedlung mit nachfolgender agrarisch-ländlicher Dorfgründung wie in anderen Randbereichen des Sollings.

Bis auf den Standort der neuzeitlichen Glashütte „Steinbeke“ der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts befinden sich die älteren Hüttenstandorte im und um das Hellental in nicht übersiedeltem Gebiet.

Die seit dem Frühjahr 2003 wieder aufgenommene glashistorische Erforschung ehemaliger Hüttenstandorte im Hellental und seiner angrenzenden Naturräume stellt eine Kombination von archäologischer Erkundung mit Arbeiten im Gelände und Studium mit Interpretation archivalischer Quellen dar.[7]

Der ehemals Glasmacherort Hellental im Nordostsolling verdankt seine Entstehung im Herzogtum Braunschweig einer rund drei Jahrzehnte bestehenden bürgerlichen, vorindustriellen Glashütte der zweiten Periode - der Übergangszeit von der kleineren Wanderglashütte zur größeren stationären Hütte - zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

 

Holzreich und siedlungsarm - Waldglashütten im Solling

Von 587 historischen Glashüttenstandorte im Werra-Weser-Leine-Bergland

  • gelten 264 als mittelalterlich (45 % Phase I: 800-1500),

  • werden 125 Glashüttenstandorten im Solling 99 (79 %) als mittelalterlich eingestuft.[8]

 

9. Jahrhundert

Im Mittelalter waren aus Glas gefertigte Trink-, Schenk- und Vorratsgefäße kostbare Gegenstände des gehobenen Bedarfs

Mit Beginn des 9. Jahrhunderts fertigten Glasmacher erstmals inmitten der holzreichen Sollingforsten Rohglas.

Die Rohglasmasse gelangte anschließend zum Standort des karolingischen Reichsklosters Corvey an der Weser, wo sie weiterverarbeitet wurde.

 

12. -14. Jahrhundert

Aus dieser frühneuzeitlich aufgenommenen Glasverarbeitung entwickelte sich dann ab dem 12. Jahrhundert im Weserbergland ein Kernraum europäischer Glasherstellung, das größte Glasmacherzentrum im nördlichen Mitteleuropa.

Grundsätzlich trifft es zu, dass in den dicht bewaldeten und wasserreichen Höhenzüge der Mittelgebirge Solling, Hils und Vogler mit seinem Umland Homburgwald und Burgberg regional differenziert im 12./13. Jahrhundert Glas erzeugt und zu Fenster- und Hohlgläsern verarbeitet wurde.

Vermutlich im Kontext einer verstärkten Kulturlanderschließung und Holzverknappung wurde um 1150/1200 „zu einem neuartigen Betriebssystem von Haupthütten mit 3 Öfen und Nebenhütten“ übergegangen.[24]

Nach STEPHAN war gerade der Solling dann im 13./14. Jahrhundert „ein besonders wichtiges Glaserzeugungsgebiet“, mit erneuter Konjunktur um 1650.[3]

 

16. /17. Jahrhundert

Im 16. /17. Jahrhundert erreichte das glasproduzierende und –verarbeitende Gewerbe der Waldglashütten seine Blütezeit und stellte eine nicht unbedeutende Einnahmequelle für waldbesitzende Grundherren (Landesherrschaft) dar.

Flaschen („Bouteillen“) und Trinkgläser blieben als Luxusartikel zunächst nur vermögenden Haushalten vorbehalten.

Nach und nach versorgten sich auch wohlhabende Patrizier und andere reiche Bürgerschichten mit allerlei Trink- und Scherzgläsern sowie mit emailbemalten Humpen für besondere Anlässe.

Als Glasdekore dienten (Beeren-)Nuppen, farbige Ränder, Glasfäden und -bänder.

Hergestellt wurden zudem prunkvolle Gläser für den Adel und wohlhabende Bürger, Gebrauchsglas für Haushalte und Spezialgläser für Alchemisten und Apotheker.

Neben farbigem Flachglas – als Fensterglas für Kirchen - stellten die künstlerisch versierten Glasmacher in serieller oder Einzelfertigung einfache Trink- und Schenkgefäße her, aber auch technisch diffizile, verfeinerte und ästhetisch reizvolle Hohlgläser zum repräsentativen höfischen und kirchlichen Gebrauch.

 

18. Jahrhundert

Während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts veränderte sich das Glashüttenwesen deutlich, indem technologisch weiterentwickelte und auf größeren Glaswarenabsatz orientierte, ortsfeste Manufakturen errichtet wurden.

Zeitnah nebeneinander wurden 1744 im Auftrag des Herzogs Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel planmäßig drei fürstliche Glas- und Spiegelhütten als Glasmanufakturen („Glasfabriken“) gegründet:

  • im Solling die „Weiße“ Hütte (Fürstliche Hohl- und Tafelglashütte) am "Schornborner Teich" (Schorborn),
  • am Ith die „grüne“ Bouteille-Hütte "unterm Renneberg bey Holtensen" (Holzen),

 


Glashütten in der Waldeinsamkeit des Hellentals

vorbereitend für einen Wald-Weide-Wechsel

Die Herstellung von Glas im Werra-Weser-Leine-Bergland [31] war einst ein Waldgewerbe, so auch in dem 960 km² großen Kulturlandschaftsraum K37 "Solling, Bram- und Kaufunger Wald" in der Naturräumlichen Region "Weser- und Weser-Leinebergland" im Südwesten Niedersachsens.[21]

Mittendrin am Rande der anften Reliefgestalt des Sollings reicht die einstige Glasmachertradition im Umfeld des Hellentals mehrere Jahrhunderte zurück - lokal differenziert bis in die mittelalterliche Zeit um 1200.

Das abseitig gelegene "Alte Tal der Glasmacher" liegt in der waldreichen, aber dünn besiedelten und gewerbearmen Mittelgebirgsregion des Sollings im südniedersächsischen Hügel- und Bergland.

Abhängig von den natürlichen Gegebenheiten und von den für die Glasherstellung günstigen Standorteigenschaften entstand in den zurückliegenden Geschichtsepochen hier im Zusammenspiel mit menschlichem Wirken durch Flächen- und Ressourcennutzung eine regional einzigartige Kulturlandschaft innerhalb des Sollings in der naturräumlichen Region des Weser-Leineberglandes.[14]

Der Landschaftszustand des heute offenen, extensiv genutzten Grünlandtals hat sich in den letzten rund 200 Jahren nur unwesentlich verändert.[20]

In der Landschaft des Hellentals lässt sich gut nachvollziehen, dass Glashütten u. a. auch vorbereitend für einen Wald-Weide-Wechsel waren.

 

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LGLN: Das Hellental inmitten der Waldlandschaft des Sollings [23]

Ausschnitt aus der Solling-Wanderkarte [19]

֍ Impressionen aus der Luft │ Mai 2017 

֍ Naturpark Solling-Vogler │ Lebensraum Wiesental / Hellental │ Mai 2015


Die rund 550 Jahre diskontinuierlich verlaufende Glasherstellung hat als Leitgewerbe für das Hellental im Solling eine große historische Bedeutung, begünstigt durch seinen Holz- und Wasserreichtum.

Betrachtet man die bislang relativ wenigen Befunde und Funde zusammen, so lässt sich feststellen, dass der Glasherstellungszeitraum vom 12./13. bis zum 18. Jahrhundert nicht homogen belegt ist.

Vielmehr zeichnen sich im Umfeld des Sollingstals als Wirtschaftsstandort lokal differenziert Häufungen seit dem 12. Jahrhundert und im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ab.

Jahrhundertelang wurde hier das reichhaltige Holzvorkommen des Sollings hauptsächlich zum Betrieb von Waldglashütten genutzt - außer dem Bauholz- und Brennholzbedarf der Berechtigten in den naheliegenden Dörfern am Sollingrand.

 

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Verbreitung mittelalterlicher, frühneuzeitlicher und neuzeitlicher Glashütten im Umfeld des Hellentals

© [hmh, Grafik: Klaus A.E. Weber (2021-02)

 

Wirtschaftsstandort mittendrin am Rande des Sollings

Anders als die benachbarten Dörfer Merxhausen und Heinade, die im Spätmittelalter vor dem nördlichen Solling als bäuerliche Randdörfer gegründet wurden, liegt das geschichtlich wesentlich jüngere, ab 1753 unter Herzog Carl I. (1713-1780) planmäßig als "Arbeiterkolonie" angelegte vorindustrielle Arbeiter- und Landhandwerkerdorf Hellental innerhalb einer geologisch besonderen Grabenstruktur des Nordostsollings.

Das Hellental ist ein tief in das Buntsandsteinmassiv des Sollings eingeschnittener tertiärer Graben, der über etwa 6 km fast geradlinig in südwestlich-nordöstlicher Richtung verläuft.[1]

Im Zusammenhang mit der Wirtschaftsgeschichte des Sollings wurde die Sollingortschaft ausdrücklich in der Publikation „Niedersächsische Geschichte“ als Glashüttendorf benannt, wodurch Hellental als ehemaligem ortsfestem Glashüttenstandort ein bedeutender Stellenwert in der gewerblichen niedersächsischen Landesgeschichte zukommt.[50]

Letztendlich verdankt die heutige Ortschaft Hellental - früher "Höllenthal" oder "Hellenthal" - ihre Entstehung einer in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts betriebenen Produktionsstätte für Waldglas.

Die Geschichte des Hellentals ist eng verbunden mit der des „Glasmachens“ im ehemaligen "Weser-District" (Braunschweiger Weserkreis) - im Solling, Vogler und Hils.

Das Sollingtal ist mit der zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel aufstrebenden vorindustriellen Herstellung von Glasprodukten in ortsfesten Hüttenanlagen (fürstliche Glasmanufakturen) verknüpft.[51]

 

Wüst gefallene Waldglashütten

Im und um Hellental gab es fernab der nächsten Siedlungen sowohl gute topografische Rahmenbedingungen (Geländemorphologie) als auch ausreichend verfügbare Roh- und Brennstoffe sowie Wasser für eine langjährige Glasproduktion.

Der vor Ort direkt anstehende Solling-Buntsandstein konnte zudem gut zum Bau von Ofenanlagen verwendet werden.

So verwundert es nicht, dass in unterschiedlichen Zeiträumen Glasmachermeister mit ihren Familien auch in das lang gestreckte, weiträumige Hellental zogen, um, wenn auch zeitlich befristet, hier ihre Betriebe zu gründen und zu entwickeln.

Die frühesten Hinweise auf die Glasherstellung im Hellental lassen sich in das Hoch- bis Spätmittelalter (12./13. Jahrhundert) datieren.

Indes fehlen bislang primäre schriftliche Zeugnisse zur Glasproduktion im Umfeld des Hellentals.

Möglicherweise wurde das Hellental seit dem Mittelalter wiederholt zur Gründung von Glashütten aufgesucht.

Allerdings gibt es in dem frühneuzeitlichen, relativ genauen topografischen Solling-Kartenwerk von 1603 [52] des Kartografen Johannes Krabbe (1553-1616) keinerlei Signaturhinweise oder textuelle Einträge, die auf das damalige Bestehen einer oder mehrerer Gglashütten oder Hüttensiedlungen im "Helldahl" oder in dessen unmittelbaren naturräumlichen Nachbarschaft hinweisen würden.

Daher kann, historisch gesehen, davon ausgegangen werden, dass um 1600 im gesamten Hellental und in seiner näheren Umgebung mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Waldglashütten (mehr) bestanden haben.

Die Glasmacher waren bei ihrer Glasherstellung vorrangig auf die Nutzung einheimischer Rohstoffe angewiesen, die sie in den ausgedehnten Laubwäldern des Sollings und insbesondere im Nahbereich des Hellentales fanden.

Die hier zahlreich auftretenden Buchenbestände eigneten sich besonders gut für die Herstellung von Holz- und Pottasche sowie zur Befeuerung der Glasöfen.

Für die Gründung eines Hüttenstandortes war es zudem unerlässlich, natürlicherweise über eine ausreichende Wassermenge für den Hüttenbetrieb (Brauchwasser) und für die Versorgung der Menschen und des Viehs (Trinkwasser) verfügen zu können.

Auch diese wesentliche Rahmenbedingung wurde einst durch die zahlreichen, das Hellental entwässernden Bachläufe und Hangquellen („Tal der 200 Quellen“) erfüllt.

Im Gegensatz zu den hoch- bis spätmittelalterlichen Glashütten im Hils [53], ist das Hellental mit seinen Standorten von Waldglashütten bislang archäologisch wie auch glashistorisch völlig unzureichend erforscht und hinsichtlich erkennbarer Glasproduktionsstandorte bislang ohne archäologisch-wissenschaftliche Grabungen geblieben.

Über die derzeit archäologisch bzw. historisch bekannten Glashütten hinaus, sind weitere, bislang unentdeckt gebliebene Glashüttengründungen im Hellental und in dessen Nahbereich im Solling anzunehmen.

Bis heute sind nur noch einige wenige Spuren aufgelassener Hellentaler Glashütten unter einer schützenden Wald- und insbesondere Grasbedeckung mehr oder minder gut erhalten geblieben.

Die ehemaligen Glasproduktionsstätten fallen als unnatürliche Hügelbildungen in der Landschaft auf.

Einvernehmlich mit LEIBER [30] sind dies meist kleinere künstlich entstandene Bodenerhebungen, die richtungsweisende Hinweise auf eingefallene Öfen (Ofenreste) oder Schutthalden (Produktionsabfälle) geben.

Anhand der monografischen Grundlagenwerke von FEISE [49] und BLOSS [54] zu älteren Glashütten in Südniedersachsen, der Ortsakte Heinade der Archäologischen Denkmalpflege im Landkreis Holzminden sowie nach eigenen neueren archäologischen Nachweisen lassen sich mehrere Glashüttenstandorte im Hellental selbst und in seinem Nahbereich nachweisen und eine archäologisch-historische Bestandsskizze entwerfen.

 

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Vielzahl polychromer, teils opaker mittelalterlicher Glastropfen und Glaskügelchen

Mittelalterliche Waldglashütte im Hellental │ um 1200

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber


Literatur

BLOSS, OTTO: Die älteren Glashütten in Südniedersachsen. Veröffentlichungen des Instituts für historische Landesforschung der Universität Göttingen. Bd. 9. Hildesheim 1977.

HENNE, ROLAND: Waldglashütten im Bergland an der oberen Weser. 20 Jahre Geländebegehung im Überblick. Verein Heimat und Kultur Gieselwerder e.V. Bd. 3. 2016.

WEBER, KLAUS A.E.: Waldglashütten in den Solling-Forsten des Hellentals. Beiträge zur Glashüttengeschichte im Solling vom 12./13. bis 18. Jahrhundert.

- Teil I   Glashüttenforschung im Umfeld des Hellentals. Sollinger Heimatblätter. Zeitschrift für Geschichte und Kultur. 1/2012, S. 14-21.

- Teil II  Glashütten des Mittelalters im Umfeld des Hellentals - 12.-14- Jahrhundert. Sollinger Heimatblätter. Zeitschrift für Geschichte und Kultur. 2/2012, S. 8-17.

- Teil III Glashütten der Frühen Neuzeit im Umfeld des Hellentals - 1. Hälfte 17. Jahrhundert.  Sollinger Heimatblätter. Zeitschrift für Geschichte und Kultur. 3/2012, S. 13-22.

- Teil IV  Glashütten der Frühen Neuzeit im Umfeld des Hellentals - 1. Hälfte 18. Jahrhundert. Sollinger Heimatblätter. Zeitschrift für Geschichte und Kultur. 4/2012, S. 15-24.

CERNA, EVA, PETER STEPPUHN (Hg.): Glasarchäologie in Europa. Regionen - Produkte - Analysen. Beiträge zum 5. Internationalen Symposium zur Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten Europas. Seifen/Erzgebirge 2012, S. 35-43.

CLEMENS, LUKAS, PETER STEPPUHN (Hg.): Glasproduktion. Archäologie und Geschichte. Beiträge zum 4. Internationalen Symposium zur Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten Europas. 2012. 2014, S. 70-72.

STEPHAN, HANS-GEORG: Mittelalterliche und frühneuzeitliche Glashütten im Solling (1200-1740/50). Sollinger Heimatblätter. Zeitschrift für Geschichte und Kultur. 2/2006, S. 13-18.

STEPHAN, HANS-GEORG (Hg.): Der Solling im Mittelalter. Archäologie - Landschaft - Geschichte im Weser- und Leinebergland. 2010, S. 507-515, 526-527.

STEPHAN, HANS-GEORG: Mittelalterliche Glashütten im Weserbergland. Die karolingerzeitlichen Anfänge der Waldglashütten und der Umbruch der Glaserzeugung im 15. Jahrhundert im regionalen und weiteren europäishen Kontext. In: CERNA. EVA, PETER STEPPUHN: Glasarchäologie in Europa. 2014, S. 35-77. 



[1] Im Hellental sind unterschiedliche geologische Formationen anzutreffen, wie Mittlerer Buntsandstein, Unterer Muschelkalk und Fließerden. Bachschwinden und Erdfälle zeichnen das Hellental auch als typisches Karstgebiet aus mit ehemals zahlreichen Erdfällen (Einsturztrichter).

[2] Umfassende Übersicht bei STEPHAN 2010, S. 133-143, 260-253, 507-527.

[3] STEPHAN 2010, S. 516.

[4] STEPHAN 2010, S. 138; BLOSS 1977, S. 85-86; TACKE 1943, S. 92.

[5] STEPHAN 2010; S. 134; LEIBER 2007, S. 139; KOCH 2007, S. 131.

[6] STEPHAN 2010, S. 262.

[7] Die ortsheimatpflegerische Forschungsarbeit wird von der Archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Holzminden maßgeblich unterstützt, namentlich durch den Kommunalarchäologen Dr. Christian Leiber.

[8] STEPHAN 2020, S. 133 Tafel 1.

[9] FROMME/KOTTMANN 2004, S. 26.

[10] Die Verwendung dieser Bezeichnung stammt aus dem späten Mittelalter.

[14] vergl. WIEGAND 2019, S. 9, Karte 1 (8.2).

[15] BAYERL 2013, S. 71-72.

[17] TAH 2017; STEPHAN 2017.

[19] Solling-Wanderkarte, 3. Auflage, Maßstab 1:50.000, herausgegeben vom Sollingverein e. V. Neuhaus.

[20] vergl. WIEGAND 2019, S. 13, Karte 4 und 5.

[21] WIEGAND 2019, S. 284-295.

[22] KRAMER 2020b.

[23] LGLN: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen │ GeobasisdatenViewer Niedersachsen.

[24] STEPHAN 2020, S. 126.

[25] STEPHAN 2010, S. 138, 260-261.

[26] daher auch „Wanderglasmacher” genannt.

[27] STEPHAN 2010, S. 134.

[28] STEPHAN 2010, S. 262.

[29] JANKE/JUNGHANS/LEWERENZ 2010.

[30] LEIBER 1994, S. 18.

[31] FUNK (Petershagen) in Pressglas-Korrespondenz │ 2009-1-08 │ Stand 28.02.2009.

[35] BLOSS 1977, S. 85-122; LEIBER 1994, S. 18.

[36] Ein detaillierter Überblick zum aktuellen Stand der systematischen Glashüttenforschung im Umfeld des Hellentals wurde im Jahr 2012 in vier Heften der „Sollinger Heimatblätter“ von dem Hellentaler Ortsheimatpfleger Dr. Klaus A.E. Weber veröffentlicht: WEBER 2012b–2012e. Zudem auch ergänzend das zusammenfassende Kapitel Glashüttenstandorte des 12.-18. Jahrhunderts im Bramwald, Reihardswald und Solling bei STEPHAN 2010, S. 507-527.

[37] STEPHAN 2010, S. 134.

[38] WEBER 2012b.

[39] Genaue Befund-/Funddaten zu den Glashütten im Umfeld des Hellentals sind bei WEBER 2012b–2012e veröffentlicht. Vergl. STEPHAN 2010, S. 510; LEIBER 1994, S. 18.

[40] vergl. STEPHAN 2010, S. 515 Abb. 225.

[41] LEIBER 2007, S. 139.

[42] STEPHAN 2003, S. 162.

[43] WEBER 2012b, S. 18; vergl. STEPHAN 2010, S. 514.

[44] STEPHAN 2010, S. 515.

[45] WEBER 2012b, S.14-21; mit Phaseneinteilung nach STEPHAN 2010, S. 507

[46] STEPHAN 2010. S. 507, Abb. 194.

[47] STEPHAN 2010, S. 136.

[48] LEIBER 2011; STEPHAN 2010, S. 134; LEIBER 2009, S. 90; LEIBER 1994, S. 18.

[49] FEISE, W.: Zur Geschichte der Glashütten im Solling. In: Sprechsaal, Zeitschrift für die keramischen, Glas- und verwandten Industrien. Nr. 21/22. Koburg 1925. 

[50] HUCKER/SCHUBERT/WEISBROD 1997, S. 371.

[51] LEIBER 2004, 2003, 2002; JARCK/SCHILDT 2000; BRODHAGE/SCHÄFER 2000; BBRODHAGE/MÜLLER 1996; KOCH 1995; BLOSS 1977, 1976, 1961, 1950; TACKE 1969, 1951.

[52] Nds. Staatsarchiv Wolfenbüttel, Kartenabt., K 202, Blatt 8, 11.

[53] LEIBER 2004, 2003, 1994, 1991/92, 1990/91, 1990, 1989, 1985, 1984, 1983.

[54] Einige der Forschungsergebnisse von BLOSS gelten heute zumindest archäologisch als eindeutig widerlegt.

[56] STEPHAN 2017a, S. 8-16.

[57] Rainald von Dassel (um 1120 bis 1167) │ Geistlicher, Politiker, Machtmensch, Krieger │ Reliquienräuber: raubte mit kaiserlicher Billigung 1164 aus Mailand die Gebeine der Heiligen Drei Könige, übertrug sie als Kriegsbeute nach Köln und erhob damit Köln zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte des Mittelalters │ 1159-1167 Erzbischof von Köln und Erzkanzler für Italien, zugleich engster Berater und Kanzler des deutschen Kaisers Friedrich I.