Zur früheren Wasserversorgung in Heinade

Heinade verfügte offenbar nicht über gut und kontinuierlich schüttende Quellen. Meist waren die Quellen nur „Hungerquellen“, wie Laurentius 1756 berichtete. Eine ergiebige Quelle lag aber vor dem Heukenberg, neben der „Salzbreite“. Manche hielten sie irrtümlich für eine Salzquelle, weshalb die dortige Bezeichnung „Salzbreite“ entstand sei.[58]

Vormals versorgte sich die Heinader Dorfbevölkerung aus drei Brunnen im Dorf. Einer der alten Dorfbrunnen stand in der Trift. Um 1856 baute dann die Gemeinde Heinade mit einem Kostenaufwand von 1.800 Mark von Pilgrim her eine 3 km lange Wasserleitung aus Holzrohren, die im Dorf gutes und reichliches Wasser geliefert haben soll. Bereits 20 Jahre später, 1876, wurden die Holzrohre durch eine eiserne Rohrleitung ersetzt.

Wie KNOLL/BODE [1891, S. 394] zu entnehmen ist, soll Ende des 19. Jahrhunderts das „Trinkwasser aus einer Quelle bei Pilgrim“ gut gewesen sein. Noch um 1972 versorgte jene Quelle in Pilgrim die Heinader Dorfbewohner mit Trinkwasser.[59]

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[58] HAHNE 1972, S. 20

[59] HAHNE 1972, S. 20