Hellentaler Gastwirtschaften ⎸Wirtshäuser ⎸Kneipen

Klaus A.E. Weber

 

„Unterer Kreuger“ & „Oberer Kreuger“

Während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert wurden die Dorfgastwirtschaften rsp. Wirtshäuser und Dorfkneipen im Solling oftmals häufiger und mehr besucht als die Kirchen oder Kapellen.

Im Solling zumeist als Nebenerwerbsbetriebe und Familienunternehmen geführt, dienten - neben der Kirche oder Kapelle - die weltlichen Dorfkrüge bzw. Wirtshäuser einst, gelegentlich auch noch heute, für die Dorfgemeinschaft als zentrale soziale Orte [2]

  • der Entspannung

  • der Unterhaltung

  • dem Politisieren und Diskutieren

  • als Feierabendtreffpunkt.

Bereits um 1765 war unter den Gewerbetreibenden Hellentals ein "Krüger" angegeben worden.[1]

Somit ist anzunehmen, dass bereits zu dieser frühen Gründungsphase des neu entstehenden Solling-Bergdorfes ein Dorfkrug als Wirtshaus betrieben wurde.

Noch heute verfügt der Glasmacherort Hellental über ein gern besuchtes "Wirtshaus an der Straße" - den Lönskrug - als sozial wichtiges dörfliches Kultur- und Kommunikationszentrum.

 


 

Text: Dr. Klaus A.E. Weber, Hellental



[1] LESSMANN 1984.

[2] SCHÄFER/TEUTEBERG: Das Wirtshaus im Solling. Bilder, Berichte und Geschichten aus der Kneipe. Holzminden 2013, S. 7.