„Solling-Steingewerbe“ - Steinbrecher

Klaus A.E. Weber

 

 

Eine wichtige Einnahmequelle für viele Familien in den Dörfern am Sollingrand war auch das „Solling-Steingewerbe“, wobei die "Administration der Sollinger Steinbrüche" in den Jahren 1828-1870 eine zentrarale Rolle einnahmen.[3]

Zahlreiche erwerbsfähige Männer waren daher bei der Gewinnung und Verarbeitung des Sollingsandsteins beschäftigt, um damals u.a. die stark nachgefragten Dach-, Lege- und Behangsteine herzustellen.[1]

Die Steinbruch-Berufsgenossenschaften des Sollings zahlten um 1890 jährlich etwa 600.000 Mark.

Unter Hinzurechnung der Ausgaben für Handwerker und Fuhrlöhne sowie für die Grabenzinsen ist anzunehmen, dass die Steinindustrie den Ortschaften um den Solling eine Jahreseinnahme von rund 1 Million Mark verschaffte.

Hiermit wird die enorme Bedeutung des „Solling-Steingewerbes“ auch für das Herzogtum Braunschweig verdeutlicht.[2]

 

Text: Dr. Klaus A.E. Weber, Hellental

Zeichnung: C. Sauermilch, Holzminden



[1] TACKE 1946, S. 22

[2] KNOLL/BODE 1891, S. 128 f.

[3] JAHNS 2000, S. 43-86.