SOLLINGHAUS WEBER │ Museum der Alltagskultur

 

Aktuelle Besuchsvoraussetzungen

Besuchsinfo

 

Herzlich willkommen, analog und digital!

Das agrarisch-handwerkliche Gebäudeensemble des "Sollinghauses" mit dem 1884 errichteten Wohnhaus hat eine spannende Gebäude:Geschichte.

Das historische Gebäude vermittelt in den THEMEN:STATIONEN WALD|GLAS|DORF (W|G|D) anschaulich nachvollziehbar regionale Kulturgeschichte.

Als Gegenbild zur heutigen Moderne wird in den Museumsräumen ein historischer ländlicher Alltag dokumentiert und inszeniert wie er spätestens seit den 1960er Jahren im Verschwinden begriffen war – auch im Hinblick auf die zugehörige Kulturlandschaft des Hellentals.

In den Dauerausstellungen begegnen Besucher*innen in authentisch historisch-dörflicher Stätte der Alltagskultur des Glasmacherortes und späteren Waldarbeiter- und Landhandwerkerdorfes, wie auch den Lebens- und Wohnumständen und der Alltagsarbeit seiner Bewohner*innen.

Einerseits war das damalige Landleben naturverbunden und überschaubar, andererseits aber auch hart und bot wenig Raum für Individualität.

 

© Foto: Mechthild Ziemer [4]  │  © [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Bewegung und Begegnung - in Raum und Zeit

Das seit 2013 mit Sanierungs- und Renovierungsarbeiten im Aufbau befindliche Ausstellungshaus dient gemeinsam mit dem Museum im Backhaus als regionalhistorischer "Wissensspeicher", entwickelt mit dem Ziel, insbesondere die bau-, glas- und dorfgeschichtliche Sachkultur des "Alten Tals der Glasmacher" im Solling zu erfassen, zu erschließen und zu erhalten.

Bedingt durch Verzögerungen bei den Sanierungs- und Umbaumaßnahmen konnte das Ausstellungshaus erstmals seine Pforten am "Tag des offenen Denkmals" am 08. September 2019 öffnen.

 

Rundgang durch die regionale Kulturgeschichte in 19 Themen:Stationen

Die Schatzsuche (▷ Besuchsinfo) führt Sie auf drei Etagen mit rund 430 m² in 19 Ausstellungsstationen durch ausgewählte lokal- und regionalhistorische Fokusthemen - vom Hauskeller bis zum Obergeschoss.

Hier begegnen Sie dem kulturellen Erbe des einzigartigen Glasmachertales im Solling von der Archäologie bis zum Zauberstab - von den ältesten archäologischen Spuren prähistorischer Menschen im Hellental bis zur Alltagskultur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

© Historisches Museum Hellental, Fotos: Klaus A.E. Weber

 

Im heutigen Alltag bereichern Fachwerkgebäude ganz selbstverständlich unsere Städte und Dörfer - sind aber vom Abriss und von baulicher Überformung und Zweckentfremdung bedroht.

In der 1753 im Rahmen des fürstlichen "Neuen Anbaus auf dem Lande" im Solling planmäßig entstandenen Arbeitersiedlung Hellental spiegelt das authentische, ehemals landwirtschaftlich basierte Gebäudeensemble die regionale ländliche Baukultur und Formensprache der kennzeichnenden Hausform „Sollinghaus" wieder.

Es bestehend aus einem

  • Haupthaus (Wohnhaus)

  • Wirtschaftsgebäude (Scheune/Tenne)

  • Nebengebäude - Stallgebäude mit Holz- und Kohlenlager

  • Fachwerkhof.

Das repräsentative Fachwerkhaus erinnert mit seinem Sockel aus regelmäßigem Schichtmauerwerk und hoher Freitreppe mit Podest aus Sollingsandstein daran, dass im 18. Jahrhundert erstmals Häuser eines besonderen, nicht bäuerlichen Typs errichtet wurden, die alleinig dem Wohnen und Hauswirtschaften dienten.

Dabei wird anschaulich erkennbar, wie sich die sozioökonomischen Besonderheiten der Hauseigentümer einst ausgewirkt haben.

Das Ausstellungshaus befindet sich im historischen Dorfkern in einem markanten Fachwerkgebäude des späten 19. Jahrhunderts (1884, Ass.-№ 40).

Mit seiner musealen Nutzung als Ausstellungshaus soll das sanierte Fachwerkgebäude als regionales architektonisches Erbe erhalten und kulturtouristisch inwertgesetzt werden.

 

"Beim Abendessen in der Wohnküche überrascht"

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Zeitreise mit Spaß am Lernen

im Sollinghaus Weber│Museum der Alltagskultur.


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[2] WEBER 2009.

[3] NOACK 1980.

[4] Veröffentlichung der Bildaufnahme vom Juli 2019 mit freundlicher Genehmigung von „Die Stadtfotografen │ Mechthild Ziemer │ Stadtoldendorf“ am 15. Januar 2020.