SOLLINGHAUS WEBER │ Museum der Alltagskultur

 

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Herzlich willkommen, vor Ort und digital!

Erstmals konnte das Museum der Alltagskultur seine Pforten öffentlich zum Tag des offenen Denkmals am 08. September 2019 öffnen.

Als Ausstellungshaus des regionalen Historischen Museums Hellental befindet es sich im historischen Hellentaler Dorfkern in einem markanten Fachwerkgebäude des späten 19. Jahrhunderts (1884, Ass.-№ 40).

Das 2013 erworbene agrarisch-handwerkliche Gebäudeensemble verfügt über eine ortstypische Gebäudegeschichte.

Im heutigen Alltag bereichern Fachwerkgebäude ganz selbstverständlich unsere Städte und Dörfer - sind aber vom Abriss und von baulicher Überformung und Zweckentfremdung bedroht.

 

Landwirtschaftlich basiertes Gebäudeensemble

In der 1753 im Rahmen des fürstlichen "Neuen Anbaus auf dem Lande" im Solling planmäßig entstandenen Hellentaler Arbeitersiedlung spiegelt das authentische, ehemals landwirtschaftlich basierte Gebäudeensemble die regionale ländliche Baukultur und Formensprache der kennzeichnenden Hausform „Sollinghaus" wieder.

Es besteht aus einem

  • Haupthaus (Wohnhaus)

  • Wirtschaftsgebäude (Scheune/Tenne)

  • Nebengebäude - Stallgebäude mit Holz- und Kohlenlager

  • Fachwerkhof.

Das repräsentative Fachwerkhaus erinnert mit seinem Sockel aus regelmäßigem Schichtmauerwerk und hoher Freitreppe mit Podest aus Sollingsandstein daran, dass im 18. Jahrhundert erstmals Häuser eines besonderen, nicht bäuerlichen Typs errichtet wurden, die alleinig dem Wohnen und Hauswirtschaften dienten.

Dabei wird anschaulich erkennbar, wie sich die sozioökonomischen Besonderheiten der Hauseigentümer einst ausgewirkt haben.

Mit seiner musealen Nutzung als Ausstellungshaus soll das nachhaltig sanierte Fachwerkgebäude als regionales architektonisches Erbe erhalten und kulturtouristisch in Wert gesetzt werden.

 

Überall gibt es etwas zu entdecken

Als regionaler kulturhistorischer "Wissensspeicher" vermittelt das Museum  gemeinsam mit dem Museum im Backhaus - in den Themen:Stationen WALD|GLAS|DORF anschaulich nachvollziehbar die glas- und dorfgeschichtliche Sachkultur des "Alten Tals der Glasmacher" im Solling.

Als Gegenbild zur heutigen Moderne wird in den Ausstellungsräumen ein ländlicher Alltag dokumentiert und inszeniert, wie er spätestens seit den 1960er Jahren im Verschwinden begriffen war.

Museumsbesucher*innen begegnen an authentisch historisch-dörflicher Stätte der Alltagskultur des Glasmacherortes und späteren Waldarbeiter- und Landhandwerkerdorfes, wie auch den Lebens- und Wohnumständen und der Alltagsarbeit seiner Bewohner*innen.

Einerseits war das damalige Landleben naturverbunden und überschaubar, andererseits aber auch hart und bot wenig Raum für Individualität.

 

© Foto: Mechthild Ziemer [4]  │  © [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Rundgang durch regionale Kulturgeschichte 

Die Schatzsuche führt Sie auf drei Etagen mit rund 430 m² in den W|G|D-Themen:Stationen durch ausgewählte lokal- und regionalhistorische Fokusthemen.

Hier begegnen Sie dem kulturellen Erbe des einzigartigen Glasmachertals im Solling - von den archäologischen Kulturspuren prähistorischer Menschen bis zur dörflichen Alltagskultur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

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© Historisches Museum Hellental, Fotos: Klaus A.E. Weber

 

 

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Zeitreise mit Spaß am Lernen

im Sollinghaus Weber│Museum der Alltagskultur.


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[2] WEBER 2009.

[3] NOACK 1980.

[4] Veröffentlichung der Bildaufnahme vom Juli 2019 mit freundlicher Genehmigung von „Die Stadtfotografen │ Mechthild Ziemer │ Stadtoldendorf“ am 15. Januar 2020.