"Capelle zu Hellenthal"

Klaus A.E. Weber

 

Deckblatt des Kirchenbuches "Hellenthal", geführt von 1759 bis 1814

© Historisches Museum Hellental

 

Kapellengebäude mit Dachreiter auf dem First des Schulhauses │ 1955

© HGV-HHM


Kapellengebäude mit dem 1965 erbauten Kapellenturm │ Mai 2009

© HGV-HHM, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Für den Zeitraum um 1854 besteht im Kreisarchiv Holzminden eine umfangreiche "Acta der Capelle zu Hellental".[1]

In den Jahren 1891-1907 wurden die Instandsetzung der "Cappelle in Hellental" geplant und die Restaurierungsarbeiten veranlasst.[2]

Dabei wurde im Auftrag des Gemeindevorstehers Zinkler der Kreismaurermeister und Steinbruchbesitzer H. Keunecke aus Arholzen involviert.

Der "Kostenanschlag" vom 16. Juli 1891 [1] betrug zusammengefasst 1.700,- Reichsmark, wobei folgende Gewerke differenziert aufgelistet und kalkuliert worden waren:

  • I Maurerarbeit

  • II Dachdeckerarbeit

  • III Kelmpnerarbeit

  • IV Tischlerarbeit

  • V Schlosserarbeit

  • VI Glaserarbeit

  • VII Malerarbeit

  • VIII "Insgemein"


Provisorium: Glockenstuhl im Schulgarten │ 1960-1965

© Historisches Museum Hellental

 

Innenraum der Kapelle │ 1955

© HGV-HHM

 

 

Wiedereinweihung der Kapelle in Hellental am 05. April 1999

 

© Historisches Museum Hellental

 

Um der bislang namenlos gebliebenen evangelisch-lutherischen Kapelle in Hellental einen Namen zu geben, erfolgte ehemals der Vorschlag des Kirchengemeinde Heinade an die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover, den Namen "Hubertus-Kapelle" zu nehmen.

Nachvollziehbar lehnte die Landeskirche Hannover dieses historisch völlig unreflektierte Ansinnen der Kirchengemeinde ab.

Das "Unternehmen Hubertus" war einst ein militärisches Pionierunternehmen der deutschen 6. Armee in der Schlacht um Stalingrad im November 1942.

 

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[1] KA HOL 1044.

[2] KA HOL 1045.