Gesellenwanderung │ Wanderjahre

Klaus A.E. Weber

 

Die Zeitspanne der Wanderschaft zünftiger Gesellen nach dem Abschluss ihrer Lehrzeit wird mit dem Begriff „Wanderjahre“ (Walz, Gesellenwanderung) umschrieben.

Jeder Wandergeselle führt dabei ein Wanderbuch mit sich.

 

Schuhmachergeselle Georg Weber (1871-1940)

 

Bildtafel

"Erinnerungen an meine Wanderjahre" von Georg Weber (1871-1940) │ Kirch-Brombach/Odenwald

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

∎ Illustrierend mit farbigen Zeichnungen und Volksliedertexten zusammengestellte Bildtafel 

"Erinnerungen an meine Wanderjahre" des Schuhmachergesellen Georg Adam Weber (1871-1940) │ Kirch-Brombach im Odenwald │ erstellt um 1900 [1]

 

Fleischergeselle Carl Sievers │ Wanderjahre 1912-1914


Verbands-Wanderbuch des Deutschen Fleischerei-Verbandes № 149

© Historisches Museum Hellental

 

Vom 01.September 1909 bis zum 01. September 1912 absolvierte Carl Sievers als Fleischerlehrling bei einem Fleischermeister in Holzminden seine dreijährige Ausbildung und erhielt den Gesellen-Brief.

Wie sein Verbands-Wanderbuch des Deutschen Fleischerei-Verbandes № 149 ausweist, führte vor Beginn des Ersten Weltkrieges die Gesellenwanderung des Fleischergesellen Carl Sievers 1912-1914 zu Fleischermeister in Holzminden und Einbeck:

  • Holzminden: 01. Oktober 1912 - 09. Februar 1913

  • Einbeck: 22 April 1913 - 01. Juni 1913

  • Einbeck: 02. Juni 1913 - 02. Juli 1914

  • Einbeck: 05. Juli 1914 - 10. August 1914

  • Holzminden: 14. August 1914 - 02. Dezember 1914

 

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[1] Urgroßvater väterlicherseits des Verfassers.