Raum 13  ABGEFÜLLT UND PROSIT!

Klaus A.E. Weber

 

 

Kneipen-/Skattisch aus dem Hellentaler „Wirtshaus an der Straße“ │ um 1880

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Exponate

Bei der Getränkeindustrie und beim Getränkekonsum spielen Hohlgläser nach wie vor eine hervorragende Rolle, da sie luftdicht, geruchlos wie auch geschmacksneutral und wiederverwertbar sind.

Zudem gewähren Glasgefäße, wie insbesondere Glasflaschen, interessante Einblicke in die jeweils vorherrschende Geschichtsepoche.

 

∎  Kneipentisch aus dem „alten Wirtshaus an der Straße“

Ehemals Gaststättenholztisch im Gasthaus von Carl Timmermann (1852-1945)  - zum Skatspielen, Zigarrenrauchen und Biertrinken

 

∎  Glas und Porzellan in der Gaststättenkultur

19./20. Jahrhundert │ Holzminden: „Luther-Schenke“│„Lutherhaus“

 

Spanisch-katalanisches Trinkgefäß

© [hmh, Foto: Klaus A.E. Weber

 

∎  Porrón │ 20. Jh.

Spanisch-katalanisches Trinkgefäß aus Glas, verwendet zum Wasser-und Weintrinken

Einfüllöffnung oben, trichterförmiges Trinkrohr mit enger Tülle

 

∎  Scheidebecher │ 12.12.1985 │ "die Kollegen der Glashütte"

Handarbeit der Solling-Kristall Rautschke │ Werner Rauschke. Kristall-Glas-Veredelungsbetrieb │ Rautschke G. Glasverarbeitung Uslar

In der regionalen Trinkkultur wird als Scheidebecher, umgangssprachlich auch „Absacker“ genannt, das letzte Getränk bezeichnet, welches bei einer Feier, einem Fest oder anlässlich einer anderen Veranstaltung beim gemeinsamen Abschiednehmen getrunken wird.

 

∎  Porzellan-Bierkrug Fürstenberg │ 2. H. 20. Jh.

Hartporzellan

 

Bierkrug „Reinheitsgebot“ │ datiert 1990

Porzellan, Zinnmontierung  mit Scharnierdeckel │ Holzminden

 

∎  Abgefüllt in die Kiste

Beförderung und Lagerung von natürlichem Mineralwasser in Individualglasflaschen

 

∎  Leihflasche Deutscher Brunnen │ Bügelverschluss │ 1950er Jahre

0,7 l Mineralwasserflasche mit Logo–Aufdruck auf dem Bügelverschluss und  Relief-Schriftzug „Leihflasche Deutscher Brunnen“

farbloses Glas │ Gerresheimer Glashütte

In den 1950er Jahren kam die Leihflasche „Deutscher Brunnen“ als erster Schritt zur Standardisierung auf den Markt.

 

∎  „Perlenflasche“│Schraubverschluss │ seit 1969

0,7 l Mineralwasserflasche mit schlanker Taille und 230 Perlen

1968 vom Industriedesigner Günter Kupetz entworfen, wurde sie 1969 von den Mineralbrunnen und der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) die Perlenflasche als ein zeitloser Designklassiker eingeführt, mit der die Branche auf eine einheitliche Mineralwasserflasche (Normbrunnenflasche) für alle Brunnen setzte.

Glasmarke in Form eines großen, mit Krone versehenen „G“ als Logo der Gerresheimer Glashütte (GERRIX) – Düsseldorf-Gerresheim (2005 geschlossen)