»Wo gehobelt wird, da fallen Späne«

Klaus A.E. Weber

 

Traditionelle Tischler-Werkbank (Hobelbank) │ um 1920

 © Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Traditionelle Tischler-Werkbank │ um 1920

Hobelbank mit starker Arbeitsfläche aus Buchenholz auf einem stabilen Holzgestell, das die Schubkräfte aufnimmt, die bei der spanenden Holzbearbeitung mit dem Handhobel entstehen.

Als typische Spannmöglichkeit verfügt die Hobelbank über zwei Tischlerschraubstöcke: an der linken Seite über eine Vorderzange, an der rechten Seite über eine Hinterzange.

 

Möbeltischlerei in Danzig │ um 1932 [1]

© Historisches Museum Hellental

 

»Frauenpower an der Hobelbank«

Fotografie: Möbeltischlerei in Danzig │ um 1932

An der Vorderzange einer Hobelbank steht Frieda Rilly (1902-1990), die 1933 ihre Gesellenprüfung in der Danziger Möbeltischlerei ihres Vaters ablegte.

Der Art déco-Sekretär aus edlen Hölzern und aufwändigen Furnierarbeiten ist ihr Gesellenstück als Möbeltischlerin.

Die Fotografie entstand um 1932 in der Möbelfabrik "Grund & Co", die um 1900 von Paul Grund und Franz Rilly in Danzig gegründet wurde und auch ein regionales Sarg- und Bestattungsgeschäft umfasste.

 

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[1] Privatsammlung von Herrn Dr. Wolfram Grohs, Holzminden