HHM │ Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1713-1780)

Klaus A.E. Weber

 

Das HISTORISCHE MUSEUM HELLENTAL widmet den regional- und ortsgeschichtlich fassbaren Spuren des facettenreichen landesherrlichen Wirkens von Herzog Carl I. (1713-1780) von Braunschweig-Wolfenbüttel im Braunschweiger Land des 18. Jahrhunderts besondere Ausstellungsschwerpunkte.

Dem aufgeklärten Fürsten, absolutistischen Staatsmann und verantwortungsvollen Landesvater verdankt - im Zusammenwirken mit seinem Oberjägermeister Johann Georg v. Langen (1699-1776) - den Glasmacherort und das heutige Sollingdorf Hellental seine Entstehung im Rahmen des "Fürstlichen Landesausbaus" im 18. Jahrhundert.

  • Dauerausstellungen in den beiden Häusern des HISTORISCHEN MUSEUMS HELLENTAL zum regionalen und lokalen Wirken des Herzogs Carl I. während des 18. Jahrhunderts im alten braunschweigischen "Weserdistrikt".
  • Kulturhistorisch bedeutendes Gemeinde-Backhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert und dessen dörfliche Nutzungshistorie, basierend auf der herzoglichen Verordnung von 1744 durch Carl I.

 

Aufbruch mit Glas & Porzellan im HISTORISCHEN MUSEUM HELLENTAL

SOLLINGHAUS Weber

Museum im Backhaus

 

 

Carlsjahr 2013 

300. Geburtstag des Fürsten & Landesvaters Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel

Im Jahr 2013 jährte sich der Geburtstag von Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel zum dreihundertsten Mal. 

Carl I. wurde am 01. August 1713 als erstes von 14 Kindern des in Bevern geborenen Herzogs Ferdinand Albrecht II. (1680-1735), Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel (Bevern) und der Herzogin Antoinette Amalie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1696-1762) geboren.

Herzog Carl I. entstammt somit einer Nebenlinie der Welfen - dem Hause Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel-Bevern - und regierte 1735-1780 das Fürstentum Braunschweig-Lüneburg Wolfenbüttelschen Teils.

Als bedeutender, vielschichtiger Fürst und kluger, aufgeklärter Landesvater prägte Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel - Schwager von Friedrich II. (Friedrich der Große, 1712-1786) - im 18. Jahrhundert die Braunschweigische Landesgeschichte - und somit auch letztlich die Lokalgeschichte des abseits im strukturschwachen Weserdistrikt gelegenen Hellentals in den Weserforsten.

Eine Reihe von Ausstellungen, Vorträgen und anderer öffentlicher Veranstaltungen wurden 2013 dem Wirken von Herzog Carl I. (1713-1780) im ehemaligen Braunschweiger Land gewidmet:
  • Internetangebot "Carl 300" der Stiftung Residenzschloss Braunschweig │ Haus der Braunschweigischen Stiftungen

  • Vortragsreihe der Kreisvolkshochschule Holzminden zum 300. Geburtstag von Herzog Carl I. in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein Holzminden e.V., dem Stadtarchiv Holzminden, der Porzellanmanufaktur Fürstenberg und dem Heimat- und Geschichtsverein für Heinade-Hellental-Merxhausen e.V.

 

Spuren Carls I. im Braunschweiger Land

Herzog Carl I. förderte die Infrastruktur seines Landes.

So finden sich noch heute exemplarisch fassbar kulturhistorische Spuren und Relikte seiner langen Regierungszeit (1735-1780) in der alten Dorfanlage des Sollingdorfes Hellental wie auch in dem heutigen Landschaftsbild des einzigartigen Sollingtals.


Regionale Literatur

  • KRUEGER, THOMAS: Arbeit, Holz und Porzellan. Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel und die Wirtschaftspolitik im 18. Jahrhundert. Der Weserdistrict. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Museum im Schloss der Porzellanmanufaktur Fürstenberg 23. März bis 06. Oktober 2013. Holzminden 2013.

  • KRUEGER, THOMAS, HILKO LINNEMANN: Spurensuche in der Kulturlandschaft. Wirtschaftsförderung im Weserbergland vor 300 Jahren. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Weserrenaissance Schloss Bevern (mit Fotos von Jörg Mitzkat). Holzminden 2013.

  • BIEGEL, GERD (Hg.), CHRISTOF RÖMER: Braunschweig-Bevern. Ein Fürstenhaus als europäische Dynastie. 1667 - 1884. Braunschweig 1997.