Trichinose („Trichinenkrankheit“)

Klaus A.E. Weber

 

© Historisches Museum Hellental │ aus der Privatasammlung Günther Schattenberg, Merxhausen

 

Die Trichinose („Trichinenkrankheit“, Trichinellose, Trichinelliasis) ist eine Infektionskrankheit des Menschen, verursacht durch die parasitische Lebensweise der Fadenwürmer (Nematoden) des Genus Trichinella.

Neben Trichinella spiralis, dem für den Menschen wichtigsten pathogenen Vertreter, konnten weitere verwandte Fadenwurmarten nachgewiesen werden.

Bei breitem Wirtsspektrum besteht in Mitteleuropa sowohl

  • ein „silvatischer“ (Wildschwein, andere Wildtiere)

  • als auch ein „domestischer“ Zyklus (Hausschwein).

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden „Muskeltrichinen“ erstmals erkannt und als mikroskopisch kleine Faden-/Rundwürmer in menschlichen Skelettmuskeln identifiziert.

Wenige Jahrzehnte später konnten der zoologische Lebenszyklus mit den beiden Entwicklungsstufen „Muskeltrichine“ und „Darmtrichine“ sowie der parasitäre Infektionskreislauf des Eingeweidewurms entschlüsselt werden.

Die folgenden Ausführungen beinhalten Auszüge aus dem Aufsatz von Klaus A.E. Weber „Ein spektakulärer Trichinose-Ausbruch 1980 in Holzminden – Mit rechts- und medizinhistorischen Betrachtungen zur vorbeugenden Trichinenuntersuchung im Herzogtum Braunschweig“.[1]

 


[1] Erschienen im Jahrbuch für den Landkreis Holzminden, Bd. 30, 2012, S. 31-50; hier ist auch das Quellenverzeichnis hinterlegt.