Archäologisches Baudenkmal  ⃒  NDSchG

Klaus A.E. Weber

 

Die ehemalige Glashüttenanlage "Oberes Hellental" (HtGfN 1-1) in der Gemarkung Merxhausen-Forst mit der Denkmal-FStNr. 1 ⃒ MxF 1/1986 wurde als archäologisches Baudenkmal in das Verzeichnis der Kulturdenkmale des Landes Niedersachsen eingetragen, um es dauerhaft zu erhalten.

Die Einschätzung als Kulturdenkmal ergibt sich aufgrund der geschichtlichen Bedeutung als eine der bedeutendsten vorindustriellen Anlagen des 17. Jahrhunderts in Niedersachsen..

Damit ist das Kulturdenkmal unter gesetzlichen Schutz gestellt (Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz NDSchG).

 

Absehbare Gefährdung des Baudenkmals

Land- und forstliche Befahrungen berühren baudenkmalpflegerische Belange im Naturschutzgebiet Hellental

Hiebsmaßnahmen durch Erntemaschinen im Zuge von Holzerntemaßnahmen, die über das eingetragene Kulturdenkmal der frühneuzeitlichen Glashüttenanlage führen sollen, vermögen deren Intaktheit als archäologisches Kulturdenkmal Niedersachsens zu stören.

Sie gilt als die am besten erhaltene Glashüttenanlage ihrer Zeit im Solling und ist als eingetragenes Kulturdenkmal von landeshistorischer Bedeutung.

Seit Jahren ist bekannt, dass aufgrund der bisher weitgehend ungestörten Erhaltung der frühneuzeitlichen Glashüttenanlage mit hervorragenden Befunden und Funden zu rechnen ist.

Als wirksamer Schutz erfolgte bereits 1987 eine Aufnahme in das Verzeichnis der Kulturdenkmale nach § 4 Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz (NDSchG).

Ein land- und forstwirtschaftlich genutzter Weg führt über das Kulturdenkmal.

Bei Hiebsmaßnahmen wurde dieser von Erntemaschinen genutzt, wobei es im Bereich der Glashüttenanlage zu Schäden an dem Kulturdenkmal kam.

 

Land- und forstwirtschaftlich genutzter Fahrweg (Rückespur) über die Glashüttenanlage

Angeschnittener Zentralofen des Kulturdenkmals


März 2007

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber


März 2020

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Dezember 2020

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber