„Ne, eck slape!“

Klaus A.E. Weber

 

In den gesellschaftspolitisch, sozial und wirtschaftlich zunehmend angespannten 1920er Jahren der Weimarer Republik kam es in einem alten Hellentaler „Sollinghaus“ zu der folgenden, charakterisierenden Begebenheit zwischen Johanna Zinkler - im Dorf „Hannechen“ oder auch „Bretmoul“ genannt - und Auguste Meyer, ihrem Ehemann „Schorse“.

Johanna Zinkler war immer in Geldnöten, da ihr Ehemann das ohnehin spärliche Einkommen regelmäßig im Dorfkrug „versoff“.

Hannechen hielt sich zu Hause im Wohnzimmer auf, lag auf dem Sofa und schlief, angeblich, als Auguste zu ihr kam und sie direkt fragte:

„Slöpest de or wakest de?“

Hannechen, die die Augen geschlossen hielt, antwortete:

„Ja, eck wake!“

Auguste fragte sie daraufhin gezielt:

„Kannste meck mal 1 Thaler borgen?“

Hannechen antwortete prompt:

„Ne, eck slape!“