Rohstoff Kalk

Klaus A.E. Weber

 

Grabenfüllung aus Unterem Muschelkalk im Hellental

© HGV-HHM, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Kalkstein als "Glasstabilisator"

Etwa seit Ende des 17. Jahrhunderts wurde bei der Zubereitung des Glasgemenges als „Stabilisator/Härter“ ein Zusatz von Kalk [chem.: Calciumoxyd (CaO) bzw. Calziumcarbonat (CaCO3)] verwendet.[1]

Der wichtige Rohstoff zur Glasstabilisation und Verbesserung der Glasqualität war in unmittelbarer Umgebung des Hellentals in ausreichender Menge oberflächennah als Unterer Muschelkalk anstehend.

Dies belegt auch das kulturhistorische Zeugnis eines neuzeitlichen Kalkofens am nördlichen Sollingrand, das archäologische Relikt einer Kalkbrennkammer.

 


[1] VOHN-FORTAGNE 2016, S. 189-190.