Fremdenverkehr │ Gastgewerbe │ Ehemalige Pensionen des Wald-Luftkurortes Hellental

Klaus A.E. Weber

 

Zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die „Sommerfrische“ ein fester Bestandteil des Sommerlebens des wohlhabenden Bürgertums, indem sich Sommergäste - „Sommerfrischler“ - in Gasthäusern und zunehmend in Privatunterkünften einquartierte.

Mit Hermann Löns (1866-1914) kann man hierzu anhand seines Dorfromans "Die Häuser von Ohlenhof" plastisch werden lassen:

„Er riß das alte, baufällige Haus ab und stellte einen stattlichen Neubau hin, der eine freundliche Gaststube, ein Vereinszimmer, einen hübschen Laden und im Dachgeschosse drei Fremdenzimmer enthielt, die er sofort an Sommerfrischler vermieten konnte.“ [1]

Dabei spielte sich der Fremdenverkehr als früher Tourismus mit seinen Feriengästen teilweise noch in ländlich-heimatlichen Gefilden ab.

Von diesem Gastgewerbe profitierte letztlich auch der Wald-Luftkurort Hellental duch seine Pensionen, die wohl im Zeitraum der 1950/1960er - 1980/1990er Jahre betrieben wurden.

 

Pension "Haus Tanneck"

Inhaber der Pension "Haus Tanneck" war die Familie Hans Windorpski. 

Sie warb mit dem "Waldkurort Hellental (Solling), 270-522 m ü. M." und ihrem damilgen touristischen Angebot:

  • Doppel- und Einzelzimmer mit fließendem warmem und kaltem Wasser

  • Hausschlachtung

  • WC in der Etage - Bad - Dusche - Hausgarten

  • Tannenliegewiese

 

Ansichtskarte der ehemaligen Pension "Haus Tanneck" in der Sollingstraße [2]

 

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[1] Hermann Löns: Die Häuser von Ohlenhof. Der Roman eines Dorfes. In: Hans A. Neunzig (Herausgeber): Hermann Löns, Ausgewählte Werke IV. Nymphenburger, München 1986, S. 195-318, Zitat S. 198 f.

[2] Kolorierte Ansichtkarte aus dem Ansichtskartenverlag Walter Jappe, Lübeck - Archiv Museum Sollinghaus.