1746 kartierte "Mühlenberger Glashütte"

Klaus A.E. Weber

 

Kartenausschnitt "Mühlenberger Glashütte", 1746

"Grundriss der Zweiten Holzmindener Forst, ... Vermessen und eingeteilt im Jahr 1746"

NLA Staatsarchiv Wolfenbüttel 4 Alt 10 XIV Nr. 2-3

 

Bislang völlig unbekannt war die 1746 mit einem Rechtecksymbol im "Grundriss der Zweiten Holzmindener Forst, ... Vermessen und eingeteilt im Jahr 1746" kartierte, an einem Bachlauf liegende "Mühlenberger Glashütte", eine 37 Jahre vor der Filialglashütte bestehende Hüttenanlage im "Mühlenbergs Grund" vor den Mühlenberg im Holzmindener Forst.[1][2]

  • Forstabteilung 45 │ "Die Lichteney" (Lichtenei) │ "Mühlenbergs Grund" (Gehren Grund) │ "Mühlenbeg" │ "Der Erste Haupt Theil"

In der Literatur, wie bei BLOSS [3], finden sich keine Hinweise auf die Existenz und den Betrieb dieser braunschweigischen Glashütte in "Mühlenberg".

Der später im Zeitraum 1763-1775 erstellten "Gerlachschen Karte des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel" [4] findet sich keinerlei Hinweis auf den Glasüttenstandort.

Es kann daher davon ausgehen werden, dass die "Mühlenberger Glashütte" in den Jahren vor 1763 nicht mehr in Betrieb war.

 

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[1] NStAWb 4 Alt 10 XIV Nr. 2-3.

[2] Persönliche Mitteilung von Dr. Klaus A.E. Weber an die Archäologische Denkmalpflege Landkreis Holzminden am 03. Dezember 2018; Diskussion in der Kreisarchäologie am 17. Dezember 2018.

[3] BLOSS 1977.

[4] ARNOLDT/CASEMIR/OHAINSKI 2006, Blattschnitt 15.