Familienhumpen des Franz Gundelach, datiert 1602

Klaus A.E. Weber

 

Eines der schönsten Kunstwerke hessischer Emailmalereien des frühen 17. Jahrhunderts

Auf dem Familienhumpen von 1602 ist in spanischer Renaissancekleidung der Altmündener Hüttenbeständer (Glasermeister und Hüttenpächter) [1][3]

  • Frantz II GundelachFrantz Cunnelach (~1550-1628) │ Franz Becker der Jüngere

aus Großalmerode mit seiner Frau

  • Margreta, geb. Lippert (Lippertt),

abgebildet, wie auch seine sechs Söhne

  • Hans
  • Jost
  • Matz
  • Christoph
  • Esaias
  • der junge Franz / Frantz III Gundelach
  • eine nicht benannte Tochter.

Das Zylinderglas aus Waldglas mit Email- und Goldmalerei zählt zu den schönsten Kunstwerken hessischer Emailmalereien des frühen 17. Jahrhunderts.[3]

Es befindet sich in der historischen Glassammlung der Sammlung barocke Kunst vom Hof Landgraf Carls von Hessen-Kassel (reg. 1677–1730) [4] im Hessischen Landesmuseum Kassel.

Der Gundelach’sche Familienhumpen war ein Geschenk des Glasmalers Mathias Heinemann, ein Schwager von Frantz Gundelach.[2]

Beschriftung:

„Ich Mathias Heinemann verehre auch meinem Schwager Frantz Gundelach dieses Glas“



[1] NStAWb 20 Alt 178.

[2] HÖCK 1975; WOLLENHAUPT o. J.

[3] ALMELING 2006, S. 42-43 (Abb. 16).

[4] DREIER 1996, S. 17-20.