mib] Museum im Backhaus

Glas & Brot: Virtuell & vor Ort

 

 

      mib] - seit September 2008

 

Im Dorfzentrum des erst neuzeitlich entstandenen Glasmacherortes und späteren Waldarbeiter- und Landhandwerkerdorfes Hellental liegt malerisch oberhalb des alten Mühlenteiches die historische Stätte des ehemaligen Gemeinde-Backhauses.

Nicht zuletzt als Lohnbäckerei ist das in Ortsmitte zentral gelegene Fachwerkhaus ein bedeutendes regionalhistorisches Kleinod und authentisches baukulturelles Erbe im ehemals braunschweigischen Solling.

Das am "Tag des offenen Denkmals" am 14. September 2008 nach längerer Renovierungsphase wieder öffentlich zugängliche Dorfbackhaus beheimatet das mib] Museum im Backhaus im [hmh].

Das zeittypische Fachwerkhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert ist eines der wichtigsten hmh-Museumsobjekte.

Als kultureller Entdeckungsort in der Glaslandschaft der Solling-Vogler-Region betätigt sich am authentischen Standort das Museum aktiv an der Erforschung, Dokumentation, Bewahrung und Vermittlung der regionalen Glas- und Backhausgeschichte.

Das glashistorische Erbe des Hellentals im Glaserzeugungskreis Solling mit seinen zahlreichen Waldglashütten, die Geschichte des Glasmacherortes und späteren Waldarbeiter- und Landhandwerkerdorfes Hellental sowie des gleichnamigen Grünlandtales ist seit jeher eng mit der historischen Holznutzung des Sollingwaldes verbunden.

Im Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen wird im mib] Zeugnissen und Spuren von Glasmachern nachgegangen - zugewanderten Glasprofis im Umfeld des "Alten Tals der Glasmacher" im Solling.

Wie bei vielen anderen traditionellen Berufen, so war einst sozialgeschichtlich auch der Beruf der Glasmacher von Mobilität und Migration gekennzeichnet.

In dem wald- und wasserreichen Grenzraum des abgelegenen Hellentals, einem alten Kleinraum der Glasherstellung im Solling, erblühte seit dem Hoch- bis Spätmittelalter die faszinierende "heiße Kunst" der manuellen Glasherstellung.

 


Das alte Hellentaler Gemeinde-Backhaus - umgenutzt als mib] Museum im Backhaus  ⃒  Mai 2019 ⃒  [hm*h]

 

Geokoordinate

  • Längengrad: 09.611996099999942

  • Breitengrad: 51.8120697

 

mib] Glas & Brot │ Dauerausstellungen kompakt in zwei Themenräumen

 

Wichtige Information

Nach Wochen des Wartens ist das mib] Museum im Backhaus im [hmh] HISTORISCHEN MUSEUM HELLENTAL seit dem 05. Juli 2020 wieder geöffnet, wenn auch aufgrund der bekannten Bestimmungen nur eingeschränkt.

Die Anzahl der Personen, die sich insgesamt in den Ausstellungsräumen und öffentlichen Gemeinflächen des kleinteiligen Museums zur gleichen Zeit aufhalten dürfen. ist auf maximal drei Personen beschränkt.

Daher sind keine Gruppenführungen möglich.

Einlassvoraussetzungen:

✓ Telefonische Voranfrage und Anmeldung bei der Museumsleitung

✓ Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Museumsgäste und Museumsdienstleister mit Besucherkontakten

✓ Einhalten des Abstandsgebots von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen, die nicht zu einem Haushalt gehören; dies gilt auch für den Aufenthalt vor Exponaten

Hinter den Kulissen arbeiten wir an der Anpassung der Ausstellungsräume im shw] Sollinghaus Weber│Museum der Alltagskultur im späteren Jahresverlauf.

 

  


 

mib] ZEITRÄUME │ Glas & Gläser

  • Kleine Zeitreise durch die spannende Kulturgeschichte des Glasmacherhandwerkes - Exemplarisch veranschaulicht anhand der Präsentation von originalen und nachgebildeten Formgefäßen vorrömischer, etruskisch-griechisch-römischer, mittelalterlicher, neuzeitlicher sowie moderner Trink-, Schenk- und Vorratsgefäße.
  • Auswahl von Befunden und Funden verschiedener Standorte von Waldglashütten im Umfeld des Hellentals
  • Wanderarbeit von Waldgläsnern prägte einst die mittelalterliche und neuzeitliche Glasherstellung und -bearbeitung im Umfeld des Hellentals.

 

 

mib] BACKRÄUME │ Korn & Brot

  • Im 18. Jahrhundert erlangte auch das Brot als Hauptbestandteil der sich wandelnden Nahrungsgewohnheit eine zentrale Bedeutung in der Ernährung.

  • Die im 19. Jahrhundert anwachsende ländliche Bevölkerung musste ihr Brot in gesonderten, fremden Backöfen backen lassen, wenn keine Brotkauf möglich war.

  • Den steigenden Brotbedarf konnten Lohnbäckerein als Gewerbebetriebe abdecken, indem der Brotteig zuhause zubereitet und gegen Entgelt in der Lohnbäckerei gebacken wurde.

 

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Gemeinde 5.0 - Regionaler Exkursionstag am 09. August 2016 der Allianz Ländlicher Raum 

Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund, Niedersächsischer Heimatbund, Niedersächsischer Landkreistag & Akademie Ländlicher Raum Niedersachsen

Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Gemeinde 5.0“ des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes.

Zukunftsblick(e) – Lebendige Beispiele im ländlichen Raum:

  • Baukultur und soziales Engagement am Beispiel des Alten Backhauses in Hellental

 

Fotografien:

© Klaus A.E. Weber, Hellental

© Tobias Wagner, Hellental