Müllermeister Georg Friedrich Düwel (1797-1861)

Klaus A.E. Weber

 

Die im 19. Jahrhundert in Hellental anwachsende ländliche Bevölkerung musste ihr Brot in gesonderten, fremden Backöfen backen lassen, wenn keine Brotkauf möglich war.

Den steigenden Brotbedarf konnte die Lohnbäckerei als Gewerbebetriebe als staatlich konzessionierter Gemeindebackofen abdecken, indem der Brotteig zuhause zubereitet und gegen Entgelt in der Lohnbäckerei gebacken wurde.

 

Erster Pächter des Dorfbackofens im Jahr 1828

Aus der regional weit verbreiteten Müllersippe der Düvels erwarb 1828 der Müllermeister Georg Friedrich Düvel (Düwell; 10. April 1797 – 04. Juni 1861), Sohn des Müllermeisters Johann Heinrich Ludwig Düfel, die Hellentaler Wassermühle.

Als 31-jähriger Müllenbesitzer pachtete er 1828 das neu errichtete Gemeinde-Backhaus im Waldarbeiter- und Landhandwerkerdorf Hellental.

Georg Friedrich Düvel gilt somit auch als erster Pächter und Betreiber des zentralen Dorfbackofens im 1828 neu errichteten Gemeinde-Backhaus.

 


 

Fotografie und Bleistiftzeichnung zeigen eine profilierte Ofenstütze aus Buntsandstein (Solling).

Um ein stilisiertes Mühlenrad ist die Majuskelinschrift angeordnetet:

Georg Düwell │ Müllermeister │ 1828

© Historisches Museum Hellental, Foto: Klaus A.E. Weber

 

Bleistiftzeichnung: © Bildhauer Walter Lüchow, Stadtoldendorf

Originalzeichnung: © Privatsammlung Heinrich Seitz, Hellental