Herrenhaus Gundelach

Klaus A.E. Weber

 

Ansehnliches "Meisterhaus" nahe am Glashüttenbetrieb


Phantasiereiche Zeichnung von Dieter Malchow (Hellental) [1]

 

 

Ausschnitt aus einer Bleistiftzeichnung von 1900 [5]

  Timmermannscher Dorfkrug - das Areal des alten Meisterhauses von Jobst Henrich Gundelach

 

In unmittelbarer Nähe zum Werkbereich der standortfesten Glashütte soll Jobst Henrich Gundelach für sich und seine Familie ein ansehnliches, zweigeschossiges Fabrikantenwohnhaus, ein "Herrn Hauß" (Meisterhaus) im Bereich des Grundstückes des heutigen „Landhotel Lönskrug” (Lönsstraße 2) errichtet haben.[3][4]

1743 wurde das vornehme Gundelach’sche Herrenhaus (Meisterhaus) dem damaligen Förster A. F. Meyer als Dienstwohnung staatlich zur Verfügung gestellt.

Nach dessen Tod wurde 1756 das Gebäude dessen Witwe Meyer zum Kauf angeboten, das sie gemeinsam mit ihrem Sohn - "Jäger Meyer's Erben" - für 200 Taler samt der größeren Gartenfläche von insgesamt 5 Morgen und 107 Ruthen käuflich erwarb.[2]

 

Liegenschaft Ass.-№ 3  │  Lönsstraße 2

Ausschnitt aus der Vermessungskarte von 1792 [6] und 1938/1963 [7]

 

Das ursprüngliche Meisterhaus wurde wahrscheinlich auf der Fläche zwischen dem Saalanbau des heutigen Landgasthauses und dem erhaltenen Fachwerkhaus Lönsstraße 4 (1836 vom Tabakfabrikanten Georg Timmermann errichtet) erbaut, wie aus einer Gebäudeeintragung im "Grundriß des Dorfes Hellenthal" von 1792 geschlossen werden kann:

JÄGER MEYER’s Erben

Ass.-№ 3

Hausstelle: 10 R 64 F

Garten: 3 M 120 R 15 F

Wiesen: 1 M 136 R 82 F

Summe: 5 M 107 R 61 F

 

Zusammenfassung um 1984 [1]




[1] LESSMANN 1984, S. 24-25.

[2] NStAWb 4 Alt 4 Nr. 214.

[3] STEINACKER 1907, S. 175-178.

[4] BLOSS 1977, S. 115-116; NÄGELER/WEBER 2004; 2005, S. 291-292.

[5] Bleistiftzeichnung von H. Meyer aus Hannover, im September 1900 - im Privatbesitz von Rudolph Timmermann, Hellental.

[6] Erste braunschweigische General-Landes-Vermessung des Hellentals von 1792: NLA Staatsarchiv Wolfenbüttel 2 Alt Nr. 11 104 / K 3344.

[7] HISTORISCHES MUSEUM HELLENTAL: